Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung. Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Bluthochdruck

Viele Menschen wissen um die Gefahr für die Gesundheit, die von einem dauerhaft erhöhten Blutdruck ausgeht. Trotz dieses Bewusstseins ist in Ländern mit westlicher Lebensweise bei etwa jedem dritten Erwachsenen der Blutdruck erhöht. – Aber nur rund fünf Prozent der Betroffenen werden erfolgreich behandelt! Die Folgen sind fatal, denn Bluthochdruck schädigt die Blutgefäße und ist deshalb einer der Hauptrisikofaktoren für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen – in Deutschland die Todesursache Nummer eins. Dabei ließen sich die Gefahren erheblich mindern: durch Änderungen ungesunder Lebensgewohnheiten und/oder eine gezielte medikamentöse Therapie. Über die Gefahren, die von einem Bluthochdruck ausgehen, sowie Möglichkeiten der Behandlung und Vorbeugung informiert diese Broschüre. Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr A-plus Apothekenteam selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Was ist Bluthochdruck?

Unser Herz arbeitet wie eine Pumpe. Indem es sich zusammenzieht, drückt es das Blut durch die Schlagadern (Arterien) in den ganzen Körper. Die Wände der Gefäße setzen dem Blutstrom einen Widerstand entgegen, ähnlich wie ein Gartenschlauch dem Wasser. Beides, also die Pumpleistung des Herzens und der Widerstand der Gefäße, ergeben den Blutdruck. Dabei entspricht der obere, systolische Wert dem Druck im Augenblick des Zusammenziehens des Herzmuskels. Sobald dieser sich entspannt, sinkt der Blutdruck auf seinen unteren, diastolischen Wert. Der Blutdruck wird in Millimetern Quecksilbersäule (mm Hg) gemessen.

Wann spricht man von Bluthochdruck (= Hypertonie)?

Schwankungen des Blutdrucks im Laufe des Tages sind völlig normal, denn beim Gesunden passt sich die Pumpleistung des Herzens stets den Bedürfnissen an: Bei körperlicher Anstrengung etwa steigt der Bedarf an Sauerstoff und Nährstoffen – und dementsprechend auch der Blutdruck. Sind wir dagegen entspannt, drosselt der Herzmuskel seine Aktivität – der Blutdruck sinkt. Von einer echten Hypertonie spricht man nach Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wenn mehrere korrekt durchgeführte Messungen des Blutdrucks Werte über 140/90 mm Hg ergeben. Die Messungen sollten an mindestens drei verschiedenen Tagen zu jeweils drei unterschiedlichen Tageszeiten durchgeführt werden. Die WHO teilt die Hypertonie in Abhängigkeit vom unteren, diastolischen Druck in vier Schweregrade ein.

Klassifikation Systolisch Diastolisch
Optimal < 120 < 80
Grenzwerthypertonie

140-149

90-94
Milde Hypertonie (Schweregrad 1) 140-159 90-99
Mittelschwere Hypertonie (Schweregrad 2) 160-179 100-109
Schwere Hypertonie (Schweregrad 3) > 180 > 110

Blutdruckkategorien nach WHO/ISH (World Health Organisation/International Society of Hypertension)

Welche Ursachen führen zur Hypertonie?

Zwischen 80 und 90 Prozent der Bluthochdruck-Patienten leiden unter einer so genannten primären oder essentiellen Hypertonie, das heißt, in diesen Fällen besteht eine genetische Veranlagung. Ob diese jedoch tatsächlich zu Bluthochdruck führt, hängt ganz entscheidend von den Lebensgewohnheiten ab. So haben zahlreiche Untersuchungen inzwischen bestätigt, dass Übergewicht, Stress, Bewegungsmangel, erhöhter Kochsalz-, Kaffee- und Alkoholkonsum sowie bestimmte Arzneimittel den Blutdruck erhöhen. Ebenso sicher ist, dass oft schon eine gesündere Lebensweise den Blutdruck senken, beziehungsweise stabilisieren kann. Nur 10-20 Prozent der Betroffenen haben eine so genannte sekundäre Hypertonie. Ihr liegt eine Grunderkrankung im Bereich der Nieren, der Nebennieren, der Schilddrüse oder des Herz-Kreislauf-Systems zugrunde. Sie ist allein mit Änderungen des Lebensstils nicht in den Griff zu bekommen.

Anzeichen für eine Hypertonie

Bluthochdruck tut nicht weh und verursacht auch sonst meist keine Beschwerden. Viele Menschen leben deshalb über Jahre oder Jahrzehnte mit einer Hypertonie, ohne etwas davon zu bemerken. In anderen Fällen sind Gesichtsrötung, Schwindel, Kopfschmerz, Atemnot oder Sehstörungen typische Warnsignale. Damit ein zu hoher Blutdruck nicht unbemerkt über Jahre Ihrer Gesundheit schadet, sollten Sie ihn bei jedem Arztbesuch, besser auch zwischendurch in der Apotheke kontrollieren lassen.

Welche Risiken birgt die Hypertonie?

Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck stellt eine schwere Belastung für die Blutgefäße, das Gehirn, das Herz und die Nieren dar. Folgeerscheinungen sind eine verminderte Leistungsfähigkeit der Nieren und des Herzens, schmerzhafte Durchblutungsstörungen in den Beinen (Schaufensterkrankheit), Schäden an der Netzhaut im Auge, Arteriosklerose mit ihren Folgen Schlaganfall und Herzinfarkt. Tritt eine schwere Hypertonie im Verlauf einer Schwangerschaft auf, drohen eine Wachstumsverzögerung oder sogar der Tod des ungeborenen Kindes.

Möglichkeiten zur Behandlung

Die sekundäre Hypertonie ist nicht heilbar. Sie bedarf deshalb einer langfristigen und für den Patienten gut verträglichen Therapie. Es gibt mehrere Gruppen von Blutdruck senkenden Arzneimitteln (Antihypertensiva). Dazu zählen im Wesentlichen Diuretika, Betablocker, Kalziumantagonisten, Alpha-1-Blocker, ACE-Hemmer und Angiotensin-II-Antagonisten. Aus diesen Gruppen wählt Ihr Arzt ein für Sie geeignetes Medikament aus. Denn ältere Menschen müssen anders therapiert werden als junge. Ebenso sind der Schweregrad des Bluthochdrucks und die Begleiterkrankungen zu berücksichtigen. Das Medikament wird allein oder in Kombination mit anderen verabreicht. Patienten, die unter einer primären Hypertonie leiden, sollten neben einer eventuell erforderlichen medikamentösen Begleittherapie vor allem ihre Lebensgewohnheiten überprüfen – und sich an den folgenden 10 Grundregeln orientieren.

10 Grundregeln für Bluthochdruck-Patienten

1 Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Blutdruck, entweder beim Arzt, in der Apotheke oder mit einem Selbstmessgerät.
2 Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen Ihres Arztes. Nur eine regelmäßige Einnahme der blutdrucksenkenden Medikamente führt zu einer dauerhaften Absenkung der Werte.
3 Bemühen Sie sich, Übergewicht abzubauen. Nehmen Sie langsam, aber dafür stetig ab.
4 Schränken Sie Ihren Alkoholgenuss ein.
5 Stellen Sie das Rauchen ein.
6 Gehen Sie sparsam mit Salz um. Ersetzen Sie es z.B. vermehrt durch Gewürze. Verzichten Sie auf salzreiche Lebensmittel wie rohen Schinken, Salami, Fertiggerichte. Kaufen Sie bevorzugt natriumarmes Mineralwasser.
7 Essen Sie reichlich frisches Obst und Gemüse.
8 Verwenden Sie zum Braten und Kochen hochwertige pflanzliche Öle (zum Beispiel Distel-, Oliven- oder Weizenkeimöl) anstelle von tierischen Fetten.
9 Treiben Sie regelmäßig Sport. Als besonders günstig haben sich Ausdauersportarten wie Radfahren, Walking, Jogging oder Schwimmen erwiesen.
10 Sorgen Sie im Alltag für Ruhepausen und bauen Sie Stress ab.

Den Blutdruck richtig messen

Als Hochdruckpatient wissen Sie um die Bedeutung der Selbstkontrollen. Sie zeigt Ihnen und Ihrem Arzt, ob die Dosierung Ihrer Medikamente optimal gewählt ist. Das gilt natürlich nur für korrekte Messungen. Achten Sie daher auf Folgendes:

  • Halten Sie vor jeder Blutdruckmessung eine mehrminütige Ruhepause ein.
  • Nehmen Sie die Messung im Sitzen vor. Bei einer Messung am Handgelenk muss der Arm so gehalten werden, dass sich das Messgerät auf Herzhöhe befindet. Bei einer Messung am Oberarm, muss sich die Manschette auf Herzhöhe befinden und der Arm darf nicht herabhängen.
  • Messen Sie an dem Arm mit dem höheren Druck (häufig rechts). Um vergleichbare Werte zu erhalten, sollten Sie immer am gleichen Arm messen. Nur so lässt sich eine Entwicklung des Blutdrucks ablesen.
  • Die Kleidung darf oberhalb der Manschette nicht einschnüren. Die von Restluft entleerte Manschette wird fest, aber nicht abschnürend um den bequem gelagerten Oberarm oder das Handgelenk gelegt.
  • Eine Wiederholung der Messung sollte frühestens nach einer Minute bei völlig entlüfteter Manschette erfolgen.
  • Führen Sie über die gemessenen Werte ein Tagebuch. Dokumentieren Sie neben Datum und Uhrzeit auch die Körperhaltung (sitzend/stehend) und den Messarm (rechts/links). Ergänzend sollten, insbesondere bei wechselnder Therapie, die medikamentösen Maßnahmen dokumentiert werden. So sind eventuell veränderte Blutdruckwerte nachvollziehbar.

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.