Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung. Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Durchfall – wenn der Darm Sie im Stich lässt

Durchfall ist eine der weltweit verbreitetsten Gesundheitsstörungen überhaupt. Allein in Deutschland „erwischt” es jeden dritten Erwachsenen mindestens einmal im Jahr.

Die Verdauungsstörung hat viele Auslöser: ungewohntes Essen, Stress, Alkohol im Übermaß, Nahrungsmittelallergien oder Medikamente gehören dazu. Aber natürlich können auch Infektionen, beispielsweise eine Magen-Darm-Grippe, den Verdauungsapparat aus dem Takt bringen.

Der „Flotte Otto“, wie Durchfall im Volksmund genannt wird, ist in der Regel nicht bedrohlich. Meist hält er nur wenige Tage an und verschwindet dann von selbst wieder. Das ist wohl auch der Grund, warum viele Betroffene das Problem nicht so ernst nehmen. Die wenigsten jedenfalls suchen einen Arzt auf und behandeln sich stattdessen selbst.

Dabei wird eine Gefahr allerdings unterschätzt: Durchfall ist häufig mit hohen Wasser- und Elektrolytverlusten verbunden. Bei ansonsten gesunden Erwachsenen kann dies zu Kreislaufstörungen führen. Säuglinge und Kleinkinder sowie ältere Menschen können sogar – da sie zumeist weniger trinken – regelrecht „austrocknen“.

Wird der Durchfall rechtzeitig und angemessen behandelt, lassen sich solche ernsthaften Komplikationen jedoch vermeiden. Mit dieser Broschüre gibt Ihnen Ihr A-plus Apotheken-Team daher eine Hilfestellung im richtigen Umgang mit Durchfallerkrankungen.

Wann spricht man von Durchfall?

Die Stuhlgewohnheiten der Menschen sind sehr unterschiedlich. Aus medizinischer Sicht gilt ein Stuhlgang von dreimal täglich bis zu dreimal wöchentlich als normal. Wenn man an Durchfall – der sogenannten Diarrhö – leidet, heißt das, dass die Nahrung nicht mehr vollständig verdaut und zu schnell Richtung „Ausgang“ transportiert wird. Der Grund: Die geschädigte Darmschleimhaut sondert vermehrt Sekrete ab, wodurch der Darminhalt verflüssigt wird. Es kommt zu häufigen Stuhlentleerungen und Stuhl von verminderter Konsistenz. Zu den Begleiterscheinungen gehören krampfartige Bauchschmerzen und Blähungen. Ist der Durchfall auf eine Infektion zurückzuführen, kann außerdem Fieber auftreten. In der Regel verschwinden die Symptome nach 2 bis 3 Tagen wieder.

Das kann eine Durchfallerkrankung auslösen:

  • Virusinfektionen, vor allem im Winter, wenn unser Immunsystem ohnehin geschwächt ist.
  • Medikamente, zum Beispiel Antibiotika.
  • psychische Faktoren wie Stress (zum Beispiel im Job) oder Angst (zum Beispiel vor Prüfungen).
  • übermäßiger Alkohol- und Nikotinkonsum.
  • Nahrungsmittelallergien, etwa die Unverträglichkeit des Getreideeiweißes Gluten.
  • Infektionen mit Bakterien, häufig auf Reisen nach dem Genuss von verdorbenen Lebensmitteln, ungewaschenem Obst oder verschmutztem Trinkwasser.
  • Krankheiten, zum Beispiel Nierenbeckenentzündungen, können von Durchfall begleitet werden.

So helfen Sie sich selbst

Bei normalem Durchfall müssen Sie nicht sofort einen Arzt aufsuchen. Dennoch sollten Sie das Problem keinesfalls „aussitzen“. Denn mit dem Flüssigkeitsverlust kann eine Unterversorgung mit Nährstoffen, Vitaminen und Mineralstoffen einhergehen. Entsprechend fühlen sich die Betroffenen müde und schwach, Kreislaufstörungen oder gar ein Kollaps sind mögliche Folgen. Ein umgehender Ausgleich der verloren gegangenen Stoffe ist daher geboten.

Salzstangen und Schokolade?

Alte Hausrezepte gegen Durchfall gibt es viele, am populärsten ist wohl die Kombination aus Salzstangen und Schokolade – nur leider ist sie völlig ungeeignet. Die hohe Konzentration an Zucker und Salz führt nämlich dazu, dass dem Körper Wasser entzogen und nicht, wie gewünscht, wieder zugeführt wird. Ebenfalls ungeeignet sind Milch, kohlensäure- und sorbithaltige Getränke.

Genau auf Ihren Bedarf abgestimmte Elektrolytlösungen erhalten Sie dagegen in Ihrer A-plus Apotheke.

Über einen Zeitraum von 12 bis 24 Stunden steht in jedem Fall die Flüssigkeitszufuhr – sehr dienlich sind auch Kräutertees und stille Mineralwasser – im Vordergrund. Dann können Sie allmählich wieder feste Kost zu sich nehmen:

  • Zwieback, Toast, Knäckebrot
  • Kartoffelbrei, Möhrengemüse
  • geriebener Apfel, Bananenbrei
  • Magerquark oder ungesüßter, naturbelassener Joghurt

Halten Sie sich an diese Ernährungstipps, führen Sie Ihrem Körper ausreichend Nährstoffe zu, ohne ihn zu belasten. Wer diesen Ernährungsplan erweitern möchte, sollte sich zumindest an folgende Faustregel halten: Nicht zu viel Fett, nicht zu viel Eiweiß, nicht zu viel Zucker!

Durchfall bei Säuglingen

Bei Säuglingen und Kleinkindern unter 2 Jahren ist auf jeden Fall ein Arztbesuch ratsam. Bereits bei kurzem Krankheitsverlauf verlieren sie rasch viel Flüssigkeit. Sie sollten deshalb schon innerhalb der ersten Stunden nach Eintritt des Durchfalls mit einer Elektrolytlösung aus der Apotheke versorgt werden. Die Gebrauchsanweisung sollte dabei genau eingehalten werden, damit der Verdünnungsgrad der Lösung und die Dosierung stimmen. Die Lösung wird am besten löffelweise gegeben. Wenn Säuglinge gestillt werden, kann dies zwischen der Gabe der Trinklösung geschehen. Ist der Flüssigkeitshaushalt wieder ausgeglichen, bekommen Kinder ihre gewohnte Nahrung. Besonders geeignet sind anfänglich je nach Alter Bananenbrei, Nudeln, Kartoffeln und Zwieback. Süßes sollte die Ausnahme bleiben. In den ersten Tagen sollten daher auch der Verzehr von stark gezuckerten Speisen und Säften eingeschränkt werden.

Treffen folgende Umstände oder Symptome zu, sollten Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt:

Ihr Kind

  • ist jünger als 7 Monate oder wiegt weniger als 8 kg.
  • hat gleichzeitig hohes Fieber.
  • hat eine Grunderkrankung.
  • zeigt ein auffälliges Verhalten (Gereiztheit, schrilles Schreien, Trinkschwäche).

Medikamente gegen Durchfall

In jedem Fall sollte die Behandlung einer Diarrhö so frühzeitig wie möglich beginnen. Zeigt eine „Schonkost“ nicht den gewünschten Effekt, wenden Sie sich an Ihr A-plus Apotheken-Team. Es kann Ihnen wirksam helfen:

Spezielle Hefe stabilisiert die natürliche Darmflora und stoppt die Vermehrung krankmachender Bakterien. Die Verträglichkeit ist sehr gut, sogar bei Kindern und Säuglingen. Ausgenommen sind Patienten mit einer Hefeallergie. Die typische Darreichungsform sind Kapseln. Sie können vor der Anwendung geöffnet und das enthaltene Pulver dann in Tee oder Wasser gelöst werden.

Medikamente mit medizinischer Kohle oder sogenannten Tanninen sind in der Lage, sowohl Wasser als auch krankmachende Keime zu binden. So kommt es zur Eindickung des Stuhles und zum Ausschleusen der Krankheitserreger aus dem Körper.

Der Wirkstoff Loperamid vermindert die Muskelbewegung des Darmes und normalisiert den Austausch von Wasser und Salzen. Entsprechende Medikamente stoppen den Durchfall zuverlässig. Allerdings töten sie nicht die krankmachenden Keime ab. Das bleibt Aufgabe ihres Immunsystems. Die Anwendung sollte daher selbst bei akutem Durchfall nur kurzzeitig (maximal zwei Tage lang) erfolgen.

Dann sollten Sie zum Arzt

Einen Arzt sollten Sie unbedingt aufsuchen, wenn

  • sich Ihr Stuhlgang trotz Selbstbehandlung nicht spätestens nach drei bis vier Tagen wieder normalisiert hat.
  • Sie Fieber (ab 38,5 Grad), kolikartige Schmerzen oder Blut im Stuhl haben.
  • Sie mehr als 5 Prozent Ihres Körpergewichtes an Flüssigkeit verlieren.

Ob Ihr Flüssigkeitsverlust bereits gravierend ist, können Sie übrigens auch mit einem einfachen Hauttest selbst prüfen: Nehmen Sie eine Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger. Nach dem Loslassen der Hautfalte sollte diese nicht länger als zwei Sekunden bestehen bleiben.

„Montezumas Rache“

Im Urlaub sind viele Touristen nicht nur neugierig auf die fremde Kultur, sondern auch auf ungewohnte Gaumenfreuden. Doch nicht immer spielt die Gesundheit mit. Magen-Darm-Erkrankungen sind häufige Urlaubsbegleiter. Viele Beschwerden lassen sich allerdings vermeiden, wenn Sie als Reisende(r) beim Essen und Trinken einige Regeln beachten:

  • Essen Sie nur frisch zubereitete gekochte oder durchgebratene Speisen. Achtung bei Fisch- und Muschelgerichten.
  • Verzichten Sie auf Obstsalate, essen Sie nur selbst geschältes Obst.
  • Meiden Sie Speiseeis, Sahnetorte, Milch. Verwenden Sie nur abgekochtes Wasser.
  • Trinken Sie industriell abgefüllte Produkte. Achten Sie darauf, dass zum Beispiel Flaschen original verschlossen sind.
  • Verzichten Sie auf Eiswürfel.

Zur Prophylaxe sind Hefepräparate die Mittel der Wahl. Idealerweise beginnen Sie zwei Wochen vor Reiseantritt mit der Einnahme. Sollte es Sie trotz aller Vorsicht doch einmal „erwischen“, vermindert der Wirkstoff Loperamid rasch die Beschwerden. Allerdings tötet er nicht die krankmachenden Keime ab. Länger als zwei Tage sollten Sie entsprechende Medikamente auch im Urlaub nicht ohne ärztliche Behandlung einnehmen.

 

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