Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung. Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Hyposensibilisierung – Nie wieder Allergie?

Allergien sind auf dem Vormarsch. In Deutschland plagen sich allein rund 10 Millionen Menschen mit Heuschnupfen, der häufigsten allergischen Reaktion. Ebenfalls weit verbreitet sind Überempfindlichkeiten gegen Haustiere, Hausstaub und Schimmelpilze. Im Grunde aber gibt es unendlich viele Substanzen – sogenannte Allergene –, die eine Allergie auslösen können.

Das wirksamste Mittel gegen jede Allergie wäre, den jeweiligen Auslöser zu meiden. Das ist jedoch in vielen Fällen, denken Sie etwa an Blütenpollen, kaum möglich. Zum Glück für die Betroffenen ist heute eine Reihe von Medikamenten auf dem Markt, die die übermäßige Abwehrreaktion des Körpers zeitweilig unterdrücken. Aber nur eine therapeutische Maßnahme packt das Übel direkt bei der Wurzel: die Hyposensibilisierung. Mit ihr können viele Allergiker dauerhaft von ihren Beschwerden befreit werden.

Diese Broschüre informiert Sie umfassend darüber, wie eine Hyposensibilisierung durchgeführt wird, für wen Sie in Frage kommt und welche Grenzen sie hat. Für weitere Fragen steht Ihnen Ihr A-plus-Team selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Was heißt Hyposensibilisierung?

Der Begriff Hyposensibilisierung bedeutet so viel wie Minderung der Empfindlichkeit. Schon 1911 hatten zwei englische Ärzte die Idee, Allergiker durch Injektionen mit geringen Mengen des Reiz auslösenden Fremdkörpers unempfindlich zu machen. Dazu wird dem Körper besagter Fremdkörper (Allergen) in steigender Dosierung über einen längeren Zeitraum vom spezialisierten Facharzt (Allergologe) unter die Haut gespritzt. So wird der Körper trainiert, sich mit dem Fremdstoff auseinanderzusetzen. Kommt es später zu einem natürlichen Kontakt, verläuft die allergische Reaktion in abgeschwächter Form oder unterbleibt im Idealfall ganz.

Die Hyposensibilisierung wird auch „Spezifische Immuntherapie“ oder „Allergieimpfung“ genannt. Neben der oben beschriebenen subkutanen Immuntherapie (SCIT) gibt es inzwischen auch die so genannte sublinguale Immuntherapie (SLIT). Dabei werden die Allergene als Tropfen oder Schmelztabletten über die Mundschleimhaut aufgenommen. Der Vorteil liegt in der einfachen Einnahme zu Hause.

Vor welchen Allergien schützt die Hyposensibilisierung?

Bei allergischen Reaktionen, die durch Inhalationsallergene wie Pollen und Milbenkot oder aber durch Insektenstiche hervorgerufen werden, profitieren rund 80 bis 95 Prozent der Patienten von dieser Therapie. Die allergischen Reaktionen werden nicht immer vollständig unterdrückt, zumindest aber erheblich abgeschwächt. Das bedeutet:

  • Die Linderung der Beschwerden führt zu einem geringeren Verbrauch an Medikamenten.
  • Allergischen Reaktionen auf andere Fremdstoffe wird vorgebeugt.
  • Die Allergie breitet sich nicht auf andere Organe aus. Es wird etwa verhindert, dass sich ein Heuschnupfen auf die Lunge und die Bronchien ausweitet und sich so ein allergisches Asthma entwickelt. Man nennt dies auch „Etagenwechsel“.
  • Besteht bereits ein allergisches Asthma, so kann dies mit Hilfe der Hyposensibilisierung gelindert werden.

Die Behandlung von Nahrungsmittelallergien ist prinzipiell möglich. Es stehen aber nur wenig verlässliche Behandlungsextrakte zur Verfügung, so dass sich die Therapie als schwierig erweist.

Die Behandlung von Allergien auf Tierhaare, Federn und Schimmelpilze war bisher wenig erfolgreich.

Wem wird eine Hyposensibilisierung empfohlen?

Grundsätzlich ist eine Behandlung umso erfolgversprechender, je eher die Allergie diagnostiziert wird. Weiterhin gilt:

  • Der Patient sollte zwischen 5 und 50 Jahren alt sein. Erfahrungsgemäß sprechen Kinder auf die Behandlung besser an als Erwachsene.
  • Eine Hyposensibilisierung ist zu empfehlen, wenn ein Kontakt mit den Allergenen, etwa aus beruflichen Gründen, nicht zu vermeiden ist.
  • Wenn die Beschwerden trotz Einnahme der klassischen Medikamente (Antihistaminika) ständig zunehmen, sollte eine Therapie erwogen werden.

Abzuraten ist von einer Hyposensibilisierung, wenn folgende Grunderkrankungen vorliegen:

  • chronische Infektionen,
  • Nieren- und Leberschäden,
  • Herzerkrankungen und Bluthochdruck,
  • eine Überfunktion der Schilddrüse,
  • Autoimmunerkrankungen wie Diabetes oder Rheuma.

Zwar ist eine Schädigung des Kindes im Mutterleib nicht zu befürchten, dennoch sollte eine Hyposensibilisierung nicht in der Schwangerschaft begonnen werden. Eine vorher begonnene und bis dahin gut vertragene Behandlung kann jedoch fortgeführt werden.

Wie lange dauert eine Hyposensibilisierung?

Bei der klassischen Behandlung erhält der Patient zunächst für einen Zeitraum von zwei bis vier Monaten in ein- bis zweiwöchigen Abständen eine Injektion, in einer anschließenden Phase nur noch alle vier bis acht Wochen. Bei der sublingualen Therapie müssen die Allergene täglich genommen werden.

In der Regel dauert eine solche Hyposensibilisierungstherapie etwa drei Jahre. Da allerdings eine Reihe von Faktoren den Behandlungsverlauf beeinflusst, ist eine genaue zeitliche Prognose nicht möglich. Die Dauer hängt ab von

  • der Stärke der Allergie,
  • der bisherigen Dauer der Erkrankung,
  • dem Alter des Patienten,
  • der Art des Allergens,
  • der Anzahl der Allergene.

Bei der Behandlung der Pollenallergie hat sich inzwischen ein subkutanes Schnellverfahren bewährt. Dieses beginnt sechs bis acht Wochen vor der Blütezeit und dauert etwa drei Monate. Es ist in drei aufeinanderfolgenden Jahren zu wiederholen.

Erfolgreich hyposensibilisieren

Um den Therapieerfolg nicht zu gefährden, sollten Sie folgende Verhaltensregeln beherzigen:

  • Halten Sie die Injektionstermine gewissenhaft ein.
  • Vermeiden Sie vor der Injektion reichhaltige Mahlzeiten und Alkohol.
  • Nehmen Sie nur die vom Arzt verordneten Medikamente ein.
  • Bleiben Sie nach der Injektion noch mindestens eine halbe Stunde in der Arztpraxis (wegen der Gefahr eines allergischen Schocks).
  • Die Injektion macht müde, fahren Sie daher im Anschluss nicht Auto.
  • Bis einen Tag nach der Behandlung sollten Sie Anstrengungen vermeiden, außerdem auf Sauna- und Solarienbesuche sowie Sonnenbäder verzichten.
  • Berichten Sie Ihrem Arzt von allen Nebenwirkungen.
  • Informieren Sie Ihren Arzt über durchgeführte Impfungen, akute Infektionskrankheiten, allergische Beschwerden oder eine veränderte Medikamenteneinnahme.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Gelegentlich kommt es nach der Injektion oder der Einnahme zu Symptomen, die Sie aus Ihrer Allergie-Erfahrung bereits kennen, in der Regel jedoch in abgeschwächter Form.

Dazu gehören: Schnupfen, Niesen, Ekzeme, tränende und juckende Augen oder eine erschwerte Atmung.

Weitere mögliche Nebenwirkungen:

  • Verhärtungen des Gewebes an der Einstichstelle, die sich nur langsam wieder abbauen.
  • Eher unspezifische Reaktionen wie Müdigkeit, Nervosität, Hautblässe und Kopfschmerzen.
  • Juckreiz und Schwellungen an der Einstichstelle. Diese Reaktionen sind jedoch meist unbedenklich und ein Zeichen dafür, dass die ausgewählte Substanz tatsächlich dem Allergen entspricht.
  • Im schlimmsten Falle kommt es zu einem allergischen Schock. Dieser kündigt sich an durch Brennen und Jucken auf und unter der Zunge, im Rachen sowie an den Handinnenflächen und Fußsohlen. Treten diese Symptome auf, alarmieren Sie umgehend einen Notarzt.

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.