Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung. Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Kopfschmerz – Wenn „der Schädel brummt“

Das leicht stechende oder dumpf pochende Gefühl tritt am ganzen Kopf auf oder beschränkt sich auf eine Seite. Es dauert nur kurz oder aber qualvolle Stunden oder gar Tage. Die Rede ist von Kopfschmerzen, einem der häufigsten Symptome überhaupt. Es gibt wohl kaum jemanden, der sie nicht aus eigener Erfahrung kennt.

So vielfältig Kopfschmerzen in Erscheinung treten, so unterschiedlich sind auch ihre Auslöser. Dazu gehören Stress, Verspannungen, Alkohol- oder Zigarettenkonsum und grippale Infekte, um nur einige zu nennen. Doch obwohl Kopfschmerzen etwas so Alltägliches sind, kann die Medizin bis heute nicht genau erklären, wodurch sie eigentlich entstehen. Ungeachtet dessen lassen sich die Beschwerden oft bereits durch Ruhe, einen Spaziergang oder eine Schmerztablette lindern oder beseitigen.

In dieser Broschüre finden Sie viele Informationen und Tipps zur Behandlung des weit verbreiteten Spannungskopfschmerzes sowie der oft intensiven, die Betroffenen stark belastenden Migräne. Sollten Sie nach der Lektüre noch Fragen haben: Ihr A-plus Apotheken-Team berät Sie gern.

Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz

Es gibt viele Gründe für Kopfweh.

Grundsätzlich unterscheidet man jedoch zwischen zwei Formen: Der primäre Kopfschmerz ist ein eigenständiges Krankheitsbild, das heißt er wird nicht durch andere Krankheiten verursacht. Dazu zählen die Migräne und der Spannungskopfschmerz.

Bei der Migräne gibt es viele verschiedene Unterformen.

Die Hauptformen sind Migräne mit und ohne Aura. Die Aura ist eine Vorbotenphase, die den eigentlichen Kopfschmerzen vorausgeht und sich meist als visuelle Reizerscheinungen wie Lichtblitz, Zickzackmuster oder milchige Schleier über dem Gesichtsfeld äußert.

Beim Spannungskopfschmerz wird zwischen einer episodischen Form (sporadisch, das heißt an bis zu 12 Tagen im Jahr, und häufig, das heißt an bis zu 180 Tagen im Jahr) und einer chronischen Form (häufiger als an 180 Tagen im Jahr) unterschieden.

Sekundäre Kopfschmerzen sind ein Begleitsymptom anderer Erkrankungen. Hier müssen die Krankheitsursachen festgestellt und behandelt werden.

In der folgenden Tabelle sind die wichtigsten Merkmale der Spannungskopfschmerzen und der Migräne im Vergleich dargestellt:

 

Kopfschmerzen vom Spannungstyp

Migräne

Art der Schmerzen

dumpf oder drückend

Schraubstockgefühl

pulsierend oder pochend, anfallsartig, zwischen den Attacken schmerzfrei

Ort des Schmerzes

meistens beidseitig

häufig einseitig

Intensität und Dauer

mittelstark, 30 Minuten bis 7 Tage

mittelstark bis stark, 4 bis 72 Stunden

Begleiterscheinungen

eventuell Lärm- und Lichtempfindlichkeit, sehr selten Übelkeit (kein Erbrechen)

Übelkeit und/oder Erbrechen, Lärm-, Licht- und Geruchsempfindlichkeit

Routinebewegung wie Gehen oder Treppensteigen

verstärkt die Schmerzen nicht

verstärkt die Schmerzen

Aktuelle Arbeitsfähigkeit

leicht eingeschränkt

erheblich eingeschränkt

Geschlechtsverteilung

bei Frauen und Männern gleichzeitig

Frauen sind häufiger betroffen als Männer (Verhältnis 3:1)

Alter

bis zum 40. Lebensjahr zu - dann abnehmend

Auslöser von Spannungskopfschmerzen

Wenn jemand sagt, er habe Kopfschmerzen, handelt es sich für gewöhnlich um diesen, besonders verbreiteten Schmerztyp. Zu den Auslösern gehören:

  • Dauerstress im Berufs- und Privatleben, verbunden mit Schlafstörungen und körperlicher sowie geistiger Erschöpfung,
  • Muskelverspannungen,
  • ungünstige Schlafpositionen,
  • Medikamentenmissbrauch (schmerzmittelinduzierter Kopfschmerz, insbesondere durch Kombinationspräparate mit Koffein),
  • Depressionen und Angst
  • Wetterwechsel

Auslöser von Migräne

Die Ursachen der Migräneattacken sind noch nicht restlos geklärt. Die genetische Veranlagung spielt eine Rolle. Darüber hinaus sind wahrscheinlich entzündliche Prozesse sowie Störungen der Durchblutung im Gehirn dafür verantwortlich. Häufige Auslöser jedenfalls sind:

  • in Wechsel des Schlaf-Wach-Rhythmus,
  • hormonelle Einflüsse,
  • bevorstehende Stresssituationen beziehungsweise die Entspannung danach,
  • Hunger,
  • Wetterwechsel,
  • Genussmittel wie Nikotin und Alkohol.

Der richtige Umgang mit Schmerzmitteln

Wenn „der Schädel brummt“, geht man in der Regel nicht gleich zum Arzt. Meist verschwinden die Schmerzen ja auch nach kurzer Zeit wieder. Und wenn nicht, kann man sich durch die Einnahme von Schmerzmitteln zunächst selber helfen. Dagegen ist grundsätzlich auch nichts einzuwenden, doch weil Medikamente gegen den Kopfschmerz keineswegs frei von Nebenwirkungen sind, sollten Sie Folgendes bedenken:

  • Überlegen Sie, ob es wirklich notwendig ist, eine Tablette einzunehmen.
  • Auch freiverkäufliche Arzneimittel können Nebenwirkungen hervorrufen.
  • Leiden Sie an Leber-, Nieren- oder Magen-Darm-Erkrankungen, so ist der Einsatz von Schmerzmitteln besonders abzuwägen. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
  • Bei Dauereinnahme von Schmerzmitteln kann es zu einem medikamentenabhängigen Dauerkopfschmerz kommen. Nehmen Sie daher kein Kopfschmerzpräparat länger als drei Tage in Folge oder häufiger als zehn Tage im Monat ein.
  • Halten Sie sich an die Einnahme-Dosis, zumal eine Steigerung über das empfohlene Maß hinaus in der Regel keinen zusätzlichen positiven Effekt hat.
  • Eine kurzfristige hochdosierte Einnahme – selbstverständlich unter Beachtung der maximalen Tagesdosis – ist effektiver als eine langfristige Unterdosierung.
  • Nehmen Sie Schmerzmittel immer mit reichlich Flüssigkeit und nicht auf leeren Magen ein.

Die optimale Behandlung

Wirksame Medikamente, die auch die Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) empfiehlt, sind:

1 Bei Spannungskopfschmerz: Acetylsalicylsäure (Einzeldosis 1000 mg), Ibuprofen (Einzeldosis 400 mg), Kombination aus Acetylsalicylsäure, Paracetamol und Coeffein sowie Diclofenac und Naproxen.
2 Bei Migräneattacke: Neben den oben genannten Schmerzmitteln, die möglichst bei den ersten sicheren Anzeichen einer Migräneattacke eingenommen werden sollten, gibt es die moderne Substanzgruppe der Triptane, von denen nur Naratriptan freiverkäuflich ist. Auch diese Medikamente sollten schon bei den ersten Anzeichen des Migränekopfschmerzes – aber erst nach Abklingen einer eventuellen Aura – eingenommen werden. Gegen Übelkeit und Erbrechen kann auch das rezeptpflichtige Metoclopramid eingenommen werden.

Zusätzliche Maßnahmen: Schirmen Sie äußere Reize ab und legen Sie sich in einen ruhigen, abgedunkelten Raum. Wenn Sie schlafen können, ist dies ebenso hilfreich wie eine Kühlung mit Eis.

Für Patienten, die unter häufigen Migräneanfällen leiden, kann eine unter ärztlicher Kontrolle durchgeführte medikamentöse Migräneprophylaxe sinnvoll sein.

Grundsätzlich gilt: Kauf- und Brausetabletten wirken schneller als Tabletten zum Schlucken. Erstere eignen sich besonders für unterwegs, da sie kein Wasser zur Einnahme benötigen. Auch Zäpfchen wirken schneller als herkömmliche Tabletten und entlasten außerdem den Magen.

Wann ist ein Arztbesuch angesagt?

In der Regel spricht nichts dagegen, wenn Sie sich zunächst einmal selber helfen. Allerdings ist ärztlicher Rat vonnöten, wenn:

  • die Kopfschmerzen erstmals auftreten und über Tage oder gar Wochen anhalten.
  • die Kopfschmerzen schlagartig und besonders heftig auftreten.
  • die Beschwerden trotz Behandlung mit freiverkäuflichen Schmerzmitteln nicht zurückgehen.
  • gleichzeitig oder mit Verzögerung Symptome wie Taubheitsgefühl, Lähmungen, Gleichgewichts- und Sehstörungen auftreten.
  • die Schmerzen häufiger als an zehn Tagen im Monat auftreten.

Kopfschmerzen bei Kindern

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder können von Migräne oder Spannungskopfschmerzen betroffen sein. Umwelteinflüsse wie Leistungsdruck in der Schule, ungelöste Konflikte im Elternhaus, langes Fernsehen und Spielen am Computer ohne entsprechenden Bewegungsausgleich sowie falsche Ernährungsgewohnheiten können die Ursache sein. Sprechen Sie bitte zunächst mit Ihrem Hausarzt, bevor Sie Ihrem Kind auf eigene Faust Medikamente verabreichen.

Kopfschmerzen in Schwangerschaft und Stillzeit

Alle Schmerzmittel gehen in den Kreislauf des Kindes über, viele auch in die Muttermilch. Auch ein sparsamer Einsatz sollte daher nur in Absprache mit Ihrem Apotheker oder Frauenarzt erfolgen.

Fragen Sie in unserer A-plus Apotheke, unser Fachpersonal berät Sie gern.

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.