Gesundheitsbroschüren

Informationen und Beratung

A-plus Apotheken bieten ihren Kunden nicht nur freundliche und kompetente Beratung. Damit Sie die Möglichkeit haben, die erhaltenen Informationen zu Hause weiter zu vertiefen, können Sie hier als kostenlosen zusätzlichen Service produkt- und herstellerneutrale Informationstexte einsehen. Fast alle Krankheitsfelder, Risikofaktoren bzw. Präventionsbereiche werden durch eine Broschüre abgedeckt.

Wechseljahre

Die Wechseljahre sind keine Krankheit. Sie sind ein natürlicher Prozess. Gleichwohl können die Wechseljahre verschiedene körperliche und seelische Beschwerden auslösen. Es gibt jedoch verschiedene Möglichkeiten, die Lebensqualität zu verbessern. Manchmal erleichtern schon eine positivere Einstellung gegenüber der neuen Lebensphase und das Verständnis der Umgebung den Umgang mit dem Wechsel. Viele Frauen benötigen aber darüber hinausgehende Hilfe.

Diese Broschüre gibt Ihnen kompetente Aufklärung und Tipps für die Selbsthilfe. Eine ausführliche und individuelle Beratung erhalten Sie in Ihrer A-plus Apotheke.

Zum Begriff Wechseljahre

Der Begriff Wechseljahre (medizinisch: Klimakterium) beschreibt den Zeitraum im Leben einer Frau, in dem ihr Körper seine Fähigkeit zur Fortpflanzung Schritt für Schritt verliert. Für diese Veränderung sind unter anderem die Östrogene verantwortlich, die als wichtige weibliche Hormone in höherem Lebensalter weniger produziert werden.

Das sich einstellende Ungleichgewicht zwischen den verschiedenen weiblichen Hormonen wird für die zunehmend unregelmäßige Menstruation verantwortlich gemacht. Die Abstände zwischen den Zyklen können ebenso variieren wie die Stärke und Dauer der Blutungen. Zu diesen Unregelmäßigkeiten kann es schon zwischen dem 42. und 45. Lebensjahr kommen. Die Möglichkeit, schwanger zu werden, besteht aber nach wie vor. Dieser Zustand wird als Prämenopause bezeichnet und kann sich einige Jahre hinziehen. Durchschnittlich tritt die letzte Regelblutung heutzutage mit 51 Jahren auf. Dieser Zeitpunkt wird als Menopause bezeichnet.

Wechseljahresbeschwerden

Typisch für diese Beschwerden ist, dass sie nur zeitweilig auftreten.

Hitzewallungen

Hitzewallungen gehören zu den typischen Symptomen der Wechseljahre. Sie beginnen mit einem plötzlichen intensiven Hitzegefühl im Gesicht, das sich wellenartig über den ganzen Körper ausbreitet. Die Körpertemperatur steigt, die Haut rötet sich, der Blutdruck steigt. Dem Schweißausbruch folgt ein Gefühl der Kälte und des Fröstelns. Dieser Vorgang kann unterschiedlich lang dauern und unterschiedlich oft auftreten.

So können Sie sich helfen:

  • Vermeiden Sie möglichst Zigaretten, Süßigkeiten, Alkohol, schwarzen Tee, Kaffee sowie heiße und scharfe Speisen.
  • Vermeiden Sie Stress.
  • Saunabesuche und mehrmals wöchentlich Sport können Sie weniger anfällig für Hitzewallungen machen.
  • Tragen Sie Kleidung aus Naturfasern nach dem Zwiebelprinzip. Geeignet sind Materialien wie Seide oder Baumwolle. Diese Fasern nehmen mehr Feuchtigkeit auf und lassen die Haut besser atmen.
  • Halten Sie während einer Hitzewallung beide Hände unter fließend kaltes Wasser, am günstigsten auf der Höhe des Pulsschlages.
  • Bei übermäßigem (nächtlichem) Schwitzen können Salbeiblätter-Tee oder Salbeipräparate zum Einnehmen Linderung verschaffen.

Schlafstörungen

Schlafstörungen können viele Ursachen haben. Sie müssen ernst genommen werden, da sie zu einer Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit führen können. Auch das seelische Gleichgewicht kann ins Wanken geraten. Der Organismus wird anfälliger für Krankheiten aller Art.

So können Sie sich helfen:

  • Die letzte Mahlzeit sollten Sie spätestens zwei Stunden vor dem Schlafengehen einnehmen.
  • Entspannen Sie sich mit Musik oder Lesen.
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training. Mit ihnen fällt es leichter, schnell einzuschlafen.
  • Ein Glas warme Milch mit Honig unmittelbar vor dem Schlafengehen getrunken, kann schlaffördernd wirken.
  • Bewährt haben sich neben Schlaf- und Beruhigungstees auch Präparate zum Einnehmen mit Baldrian und Hopfen.

Seelische Beeinträchtigungen

Seelische Beeinträchtigungen stehen in engem Zusammenhang mit der eigenen Lebensgeschichte. Fühlen Sie sich öfter gereizt, nervös, lustlos, depressiv verstimmt, überflüssig? Dies muss nicht Folge eines veränderten Hormonspiegels sein. Auch veränderte Lebenssituationen, wie zum Beispiel das Erwachsen- und Selbstständigwerden der Kinder, können Ursachen sein.

Das können Sie tun:

  • Hören Sie in sich hinein, und suchen Sie nach realistischen Möglichkeiten, aus dieser Situation herauszukommen Planen Sie – sollten Sie voll berufstätig sein – weniger Tagesaktivitäten. Damit verringert sich der Erwartungsdruck an sich selbst.
  • Gönnen Sie sich etwas Gutes (Blumen, Parfüm, Buch).
  • Gehen Sie mit Ihrem Partner oder Freunden ins Restaurant, Theater oder Kino.
  • Unternehmen Sie Spaziergänge oder Wanderungen in der Gruppe.
  • Ehrenamtliche Helfer werden überall gesucht. Stellen Sie sich dieser Herausforderung, die Mut und Tatkraft fordert.
  • Bewährt haben sich Präparate zum Einnehmen auf der Basis von Johanniskraut. Dieses wirkt bei Nervosität, Reizbarkeit, Schlafstörungen und depressiver Verstimmung. Lassen Sie sich in Ihrer A-plus Apotheke oder von Ihrem Arzt zur Einnahme beraten.

Brustbeschwerden

Eine Folge der hormonellen Veränderungen können Schmerzen, Schwellungen und Spannungsgefühle in der Brust sein. Auch knotenartige Verhärtungen können auftreten.

Das sollten Sie tun:

  • Zu Ihrer Sicherheit sollten Sie mit diesen Beschwerden den Frauenarzt aufsuchen und die genaue Ursache abklären lassen.

Beschwerden beim Sex

In den Wechseljahren und danach kann die Schleimhaut der Scheide so dünn und trocken werden, dass sie beim Verkehr stark schmerzt oder blutet.

Das kann Ihnen helfen:

  • Gleitcremes, die die Trockenheit der Scheide ausgleichen können, erhalten Sie in Ihrer Apotheke. Bei starken Beschwerden kann Ihnen Ihr Arzt östrogenhaltige Vaginalcreme verordnen.

Inkontinenz

Durch die verminderte Östrogenausschüttung verändert sich das Gewebe der Blase, Harnröhre und Gebärmutter. Eine Senkung dieser Organe kann die Folge sein. Auch die zuständige Beckenbodenmuskulatur erschlafft. So kommt es zu ungewolltem Harnabgang beim Husten, Lachen, Heben und bei gefüllter Blase. Die Frequenz der Toilettengänge erhöht sich. Dies ist für die betroffene Frau natürlich sehr unangenehm und lästig.

Das kann Ihnen helfen:

Ein spezielles Beckenbodentraining kann langfristig die Muskulatur stärken. Kleine nützliche Verhaltensveränderungen helfen im Alltag:

  • Achten Sie beim Aufstehen aus dem Bett darauf, über die Seite aufzustehen.
  • Spannen Sie beim Husten oder Niesen immer Ihren Beckenboden an.
  • Heben Sie keine schweren Gegenstände. Wenn Sie etwas heben müssen, achten Sie auf einen geraden Rücken und spannen Sie ihre Beckenboden- und Bauchmuskulatur an.
  • Vermeiden Sie langes Stehen. Arbeiten Sie lieber im Sitzen oder unterbrechen Sie das Stehen durch ein kurzes Gehen.
  • Entlasten Sie Ihren Beckenboden, indem Sie sich tagsüber zwischendurch kurz auf den Rücken legen und Ihr Becken und Ihre Beine etwas hochlagern.
  • Schränken Sie Ihr Trinkverhalten auf keinen Fall ein. Versuchen Sie durch vermehrte Flüssigkeitsaufnahme den Toilettengang zu trainieren.

Harnwegs- und Scheideninfektionen

Im veränderten Gewebe der Harnröhre und Blase kommt es zu einer Verschiebung des sauren Milieus ins Basische. Nützliche Bakterien, die krankmachende Organismen abwehren können, verschwinden mehr und mehr. Verstärkt durch eine etwaige Inkontinenz können zunehmende Infektionen die Folge sein.

Das sollten Sie tun:

  • Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag, damit Ihre Blase kräftig gespült wird.
  • Tragen Sie keine zu engen Kleidungsstücke.
  • Tragen Sie nach Möglichkeit kochfeste Wäsche.
  • Vermeiden Sie Unterkühlung.
  • Wechseln Sie nach dem Schwimmen Ihren nassen Badeanzug gegen einen trockenen aus.
  • Benutzen Sie milde Intim-Waschlotionen.

Probleme mit den Haaren und der Haut

In den Wechseljahren wird das Haar plötzlich dünner und stumpfer und die Achsel- und Schambehaarung nimmt ab. Die Haut beginnt Fältchen zu bilden, sie erscheint schlaffer. Ein Feuchtigkeitsmangel wird deutlich sichtbar.

Das können Sie tun:

  • Verwenden Sie ein mildes Shampoo, föhnen Sie möglichst wenig und nie zu heiß (am besten lufttrocknen) und schützen Sie Ihre Haare vor Sonneneinstrahlung. Dauerwellen oder Färben sollten selten und nur bei Ihrem Friseurdurchgeführt werden.
  • Bei starkem Haarausfall wenden Sie sich an Ihren Arzt. Er kann Ihnen Medikamente verordnen.
  • Gönnen Sie sich gute feuchtigkeitspendende Hautpflegemittel. Achten Sie auf einen maßvollen Umgang mit der Sonne. Sie trägt zur vorzeitigen Hautalterung entschieden bei.
  • Achten Sie auf eine ausgewogene, vitaminreiche Ernährungund trinken Sie viel.

Osteoporose

Die abnehmende Fähigkeit Calcium in ausreichender Menge aufzunehmen und zu verwerten verursacht während den Wechseljahren selbst in der Regel keine Beschwerden. Allerdings erhöht sie die Osteoporose-Gefahr (Knochenschwund-Gefahr) nach den Wechseljahren erheblich.

Das sollten Sie tun:

  • Um der Osteoporose-Gefahr entgegenzuwirken, sollten Sie bei Ihrer Ernährung auf eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr achten. Lesen Sie hierzu die A-plus Broschüre „Osteoporose“.

Hormonersatztherapie in den Wechseljahren

Der Östrogenmangel führt zu einer Vielzahl von Befindlichkeits- und Organstörungen. Bei der Hormonersatztherapie werden dem Körper daher die fehlenden Hormone von außen zugeführt. Eine Hormonbehandlung kann aber auch mit gesundheitlichen Risiken behaftet sein. Darüber sollten Sie ausführlich mit Ihrem Frauenarzt sprechen.

Gibt es hormonfreie Alternativen?

Eine lange Tradition in der Behandlung von Wechseljahresbeschwerden haben Präparate aus der Traubensilberkerze Cimicifuga racemosa. Der Wurzelstock dieser Pflanze wird in Tabletten oder Lösungen verarbeitet, die rezeptfrei in der Apotheke erhältlich sind. Die Präparate müssen in der Regel erst einmal ungefähr 4 Wochen lang eingenommen werden, bis die Beschwerdelinderung beginnt. Bei längerer Anwendung verbessert sich der Behandlungserfolg oftmals noch. Nahrungsergänzungsmittel, die auf Soja- oder Rotkleebasis hergestellt sind, enthalten sogenannte Phyto-Östrogene. Aufgrund ihrer östrogenartigen Eigenschaften ist ihre Einnahme kritisch zu bewerten und nicht für jede Frau in den Wechseljahren empfehlenswert.

Lassen Sie sich vor der Einnahme von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.